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© Komitee gegen Bettwiler Massen-Asylunterkunft 2011
Komitee gegen Bettwiler Massen-Asylunterkunft
Montag 05 | 12 | 2011
Vorläufiger Waffenstillstand ...
Die Arbeitsgruppe, die sich mit dem Umfeldauswirkungen der geplanten Asylunterkunft in Bettwil befasst, hat
am Montag, 5. Dezember 2011 erstmals getagt. Lesen Sie das Communiqué.
Sonntag 04 | 12 | 2011
Erschreckend mussten wir heute feststellen, dass viele unserer Transparente und Plakate in Bettwil und den
umliegenden Gemeinden beschädigt und versprayt wurden. Dieses feige Verhalten von hinterlistigen
Befürwortern des Bettwiler Asylzentrums zeigt uns, wie sie zur Meinungsfreiheit stehen. Dieses Verhalten
verdeutlicht auch deren Argumentlosigkeit, da man sich nicht anders zu äussern vermag als mit
Sachbeschädigung.
Sonntag 04 | 12 | 2011
Das war super gestern Abend! Diese Demonstration bei
eisigem Wind und Regen gegen "Verhältnisblödsinn und
Unrecht von Bund und Kanton gegenüber Bettwil" war
gewaltig. Wir haben friedlich der Schweiz gezeigt, dass es
uns ernst ist und wir harten Widerstand gegen das
geplante Vorhaben leisten. Ich bin sicher, dass das Symbol
"Feuer" ein Volltreffer im Kampf für unsere Sache war. Oft
sind eben Bilder besser als tausend Worte.
Samstag 03 | 12 | 2011
Die Gemeinde Bettwil lehnt eine Asylunterkunft in der Militäranlage Bettwil ab. Diese kurze wie klare Aussage
wollen wir mit einer Petition an den Regierungsrat des Kantons Aargau bekräftigen. Unterschreiben Sie die
Petition und lassen Sie diese auch von möglichst vielen Leuten unterschreiben. Vielen Dank für Ihre
Unterstützung!
Freitag 09 | 12 | 2011
Entgegen missverständlichen Meldungen in den Medien geht der Widerstand Bettwils gegen das geplante
Massenasylzentrum weiter. An der ersten Sitzung der „Arbeitsgruppe Bettwil“ von Bund, Kanton, Gemeinde und
Komitee Bettwil ging es nicht um die Einigung über irgendeine Anzahl zu platzierender Asylanten in Bettwil,
sondern um die fragliche Rechtsgrundlage. Bettwil lehnt Kompromisse ab. Die Bettwiler Fahne auf dem
Armeegelände wird wieder gehisst. Lesen Sie jetzt die offizielle Medienmitteilung vom Komitee gegen die
Bettwiler Massen-Asylunterkunft.
Mittwoch 14 | 12 | 2011
Verschiedenste zweifelhafte bis rassistische Gruppierungen versuchen nun als Trittbrettfahrer den „Fall Bettwil“
für ihre Zwecke zu missbrauchen. Davon distanzieren sich die Gemeinde und das Komitee mit aller
Entschiedenheit. In Bettwil besteht seit 20 Jahren eine Unterkunft für eine Maximalbelegung von 6 Personen, die
in der Schweiz Asyl beantragen. Das Komitee erklärte von Anbeginn, dass Bettwil zusätzlich 1-2 Familien
aufnehmen kann. Das Soll von 0.5 % am Bevölkerungsanteil wäre dann dreifach erfüllt.
Übrigens: Asylsuchende Familien sind nicht zu verwechseln mit asylsuchenden jungen Männern
(Wirtschaftsflüchtlingen) aus Nordafrika, die in Bundeszentren mit 80, 100 oder 140 Plätzen
untergebracht und über kurz oder lang wieder ausgeschafft werden.
Für uns Bettwilerinnen und Bettwiler gibt es keine Massenasylunterkunft. Nebst politischen
Vorstössen auf Kantonsebene wird der Rechtsweg eingeschlagen.
Nur zusammen und gemeinsam mit unseren Nachbargemeinden sind wir stark – der Widerstand geht weiter!
Dienstag 20 | 12 | 2011
Am 20. Dezember 2011 reichten der Gemeinderat von Bettwil und
das Komitee gegen das Massen- Asylzentrum dem Regierungsrat vor
dem Regierungsgebäude in Aarau 9’790 Unterschriften ein – mehr als
das 17-fache der 560 Einwohner von Bettwil!
Disclaimer
Freitag 06 | 01 | 2012
Die Arbeitsgruppe, die sich mit der geplanten Asylunterkunft in Bettwil
befasst, hat am Donnerstag, 5. Januar 2012, zum zweiten Mal getagt. Dabei
wurden insbesondere die unterschiedlichen Rechtsstandpunkte in Bezug auf
die Bewilligungsfrage ausgetauscht.
Das Bundesamt für Migration (BFM), die Gemeinde Bettwil und das Komitee,
das sich gegen die Asylunterkunft wehrt, haben mit Blick auf die notwendigen
baulichen Massnahmen und die temporäre zivile Nutzung der Militäranlage
Rechtsgutachten erstellen lassen. Diese wurden - gemäss Vereinbarung an der
ersten Sitzung der Arbeitsgruppe vom 5. Dezember 2011 - vor Weihnachten
zwischen den Parteien ausgetauscht und an der zweiten Sitzung der
Arbeitsgruppe vom 5. Januar 2012 vorgestellt und diskutiert.
Freitag 06 | 01 | 2012
Am Samstag 07.01.2012 findet unsere nächste Aktion statt. Wir treffen uns um
17.30 Uhr bei der Bushaltestelle Bettwil zum Fackelzug. Wir freuen uns auf
viele Mitwirkende!
Sonntag 08 | 01 | 2012
Am Samstag 07.01.2012 fand eine weitere Aktion statt. Wir trafen uns um
17.30 Uhr bei der Bushaltestelle Bettwil zum Fackelzug. Gemeinsam setzten
wir ein weiteres, friedliches Zeichen. Es war ein voller Erfolg!
Donnerstag 12 | 01 | 2012
Der Kanton Aargau hat die Übung „Bundes-Asylzentrum in der Militäranlage Bettwil“ abgebrochen. Das Vorhaben
wäre erstens bewilligungspflichtig und zweitens nicht bewilligungsfähig! Das ist doch schon mal eine sehr, sehr
gute Nachricht für uns. Das unsägliche Leiden, Demonstrieren und Arbeiten der Bettwiler, des Komitees und all
seinen Sympathisanten ist vorbei. Unser Kampf hat sich gelohnt.
Der Schweizerische Asylnotstand ist natürlich durch diesen Übungsabbruch nochmals verschärft worden. Es ist
weiter davon auszugehen, dass die hitzigen Diskussionen und Scharmützel des BFM weitergehen. Auch die
Bettwiler müssen weiterhin wachsam bleiben. Es müssen jetzt diejenigen Gemeinden Hand zur Lösung des
Problems bieten, welche noch gar keine Asylanten beherbergen. Das Freikaufen von dieser Pflicht muss
abgeschafft werden.
Massen-Asylzentren in der vorgeschlagenen Form sind in der Schweiz nicht durchsetzbar. Das sagen auch
Exponenten und Spezialisten des Asylwesens.
Haben die Bettwiler und die Sypathisanten eine Wende in der Schweizerischen Asylpolitik herbeigeführt? Wir
meinen ja. Wir haben mit starken Protestaktionen mit der Bevölkerung und sehr ausführlichen Rechtsgutachten
das Vorhaben in Bettwil gebodigt. Das Recht und die demokratischen Prozesse haben gesiegt. Schweizer – wehrt
Euch! Es kann nur Lösungen geben, wenn die Bevölkerung der betroffenen Gemeinden in die Entscheidungen
eingebunden wird.
In diesem Sinne danken wir allen, die diesen Wehrwillen kund getan und gezeigt haben, dass die „Justitia siegt“
und die Demokratie in der Schweiz funktioniert.
Mediencommuniqué vom Kanton Aargau
Mediencommuniqué vom Komitee
Freitag 13 | 01 | 2012
Das Komitee feierte am 12.01.2012 zusammen mit weiteren Sympathisanten den Sieg gegen die Obrigkeit aus
Bern.
Donnerstag 19 | 01 | 2012
Die Arbeitsgruppe, die sich mit der geplanten Asylunterkunft in Bettwil befasst, hat am 19. Januar 2012 zum
dritten Mal getagt. Dabei legte der Kanton seinen Rechtsstandpunkt in der Sache dar. Das Bundesamt für
Migration seinerseits führte aus, es prüfe eine weiter redimensionierte Nutzung.
Gemeindeammann Wolfgang Schibler wies das neuerliche Ansinnen des BFM dezidiert zurück. Im Weitern machte
der Gemeindeammann erneut darauf aufmerksam, der Gemeinderat werde umgehend eine Verfügung erlassen,
falls Umsetzungsmassnahmen ergriffen würden. Aufgrund der kurzfristigen Einladung nicht an der Sitzung
teilnehmen konnte das Komitee gegen die Asylunterkunft. Es wurde über das Sitzungsergebnis umgehend
informiert. Aus Sicht von Kanton und Gemeinde hat die Arbeitsgruppe ihre Aufgabe erfüllt. Sie wird deshalb nicht
wieder einberufen.
Samstag 21 | 01 | 2012
Für den Gemeinderat steht fest, dass die geplante Asylunterkunft in der Militäranlage Bettwil nicht realisiert
werden kann. Das Einrichten und Betreiben einer Asylunterkunft in der Militäranlage Bettwil ist eine dem
geltenden Recht widersprechende Nutzung des Geländes.
In diesem Fall muss das BFM für die Verwirklichung seiner Pläne den ordentlichen Weg des
Baubewilligungsverfahrens einhalten oder einen entsprechenden Vorentscheid erwirken. Tut er dies nicht, muss
der Gemeinderat als Baupolizeibehörde von Amtes wegen eingreifen. Kanton und Gemeinde sind sich einig, dass
auch ein kleineres Projekt nicht bewilligungsfähig ist.
Montag 27 | 02 | 2012
In den letzten Tagen stehen vermehrt die Militäranlagen als Unterbringungsorte für Asylbewerber im Fokus des
öffentlichen Interesses. In diesem Zusammenhang wird immer wieder direkt und indirekt auf Bettwil
hingewiesen. In Medienberichten wird auch erwähnt, dass gerichtlich entschieden werden soll, ob die
Militärunterkunft in Bettwil als Asylunterkunft genutzt werden kann. Das Bundesamt für Migration prüft, ob ein
Baugesuch für die Asylunterkunft in Bettwil eingereicht werden soll. Der Gemeinderat hält fest, dass sich die
Rechtslage nicht geändert hat. Es ist nach wie vor so, dass eine Asylunterkunft in der Militäranlage in Bettwil
rechtlich nicht möglich ist. Ein Baugesuch für eine Asylunterkunft in der Militäranlage müsste abgelehnt werden.
Die Rechtslage würde sich erst ändern, wenn das eidg. Raumplanungsgesetz geändert würde. Eine
Gesetzesänderung bedarf der Zustimmung von National- und Ständerat, und sie unterliegt dem fakultativen
Volksreferendum. Sollte beim Gemeinderat ein Baugesuch für eine Asylunterkunft in der Militäranlage
eingereicht werden, würde der Gemeinderat die Öffentlichkeit umgehend informieren.
Freitag 02 | 03 | 2012
Antwort des Regierungsrates auf die eingereichte Petition.